Jordanien ist eines der unkomplizierteren Länder im Nahen Osten für die Reiseplanung. Visum on arrival ist für die meisten Nationalitäten verfügbar, die Hauptattraktionen liegen in einer kompakten Geografie geclustert, die Sicherheitslage ist gut, und die Tourismusinfrastruktur — Hotels, Guides, Transfers — ist gut entwickelt. Die Herausforderung ist nicht die Logistik, sondern die Auswahl: Jordanien hat mehr zu bieten, als eine Woche erlaubt, und die Gefahr besteht darin, sich zu verzetteln.
| Dauer | Was sie abdeckt |
|---|---|
| 5 Tage | Amman, Petra (2 Nächte), Wadi Rum (1 Nacht), Aqaba – fühlt sich gehetzt an |
| 7 Tage | Fügt Madaba, Berg Nebo, Totes Meer hinzu; Petra bekommt 2 volle Tage |
| 10 Tage | Fügt Jerash, Ajloun, King’s Highway (Karak, Dana), eine Wanderung, Schnorcheln in Aqaba hinzu |
| 14 Tage | Fügt Wüstenschlösser, Umm Qais, ein mehrtägiges Jordan-Trail-Segment hinzu |
Dieser Leitfaden gibt Ihnen das vollständige Planungsgerüst — Dauer, Zeitpunkt, Budget, Transport, was vorab zu buchen ist und was Sie flexibel lassen sollten.
Ideale Reisedauer
5 Tage (Minimalvariante): Amman (1 Nacht) → Petra (2 Nächte) → Wadi Rum (1 Nacht) → Aqaba (Heimflug oder Weiterreise). Dies deckt das wesentliche Jordanien ab, wirkt aber gehetzt.
7 Tage (empfohlen): Ergänzt das klassische Dreieck um Madaba, Berg Nebo und das Tote Meer. Petra erhält 2 volle Tage. Wadi Rum bekommt eine ordentliche Übernachtung.
10 Tage (ideal): Alles oben genannte plus Jerash, Ajloun, die Königsstraße durch Karak und Dana. Genug Zeit für eine Wanderung in Dana oder entlang der Wadi-Rum-Trails und einen Schnorchelmorgen in Aqaba.
14 Tage (gemächlich): Ergänzt die Wüstenschlösser (Qasr Amra, Qasr Kharana), Umm Qais und potenziell ein mehrtägiges Jordan-Trail-Segment.
Für Erstbesucher liegt der Süßpunkt bei 7–10 Tagen. Versuchen Sie nicht, bei einem ersten Besuch alle jordanischen Sehenswürdigkeiten zu sehen — planen Sie eine zweite Reise für den Norden und Osten ein.
Wann reisen
April–Mai: Die besten zwei Monate. Temperaturen 15–28°C in Petra und Wadi Rum, Wildblumen im Norden und in Dana, im April noch wenig Menschenandrang. Osterpilgerfahrten nach Madaba und Bethany sind kulturell interessant.
Oktober–November: Gleich gut. Der Menschenandrang nimmt nach dem Sommer-Peak ab. Temperaturen sinken auf angenehme Werte. Oktober in Petra ist wunderschön.
September: Noch heiß (30–35°C in Petra), aber machbar. Das Tote Meer hat seinen wärmsten Wasserstand.
März: Kühler und möglicherweise regnerisch. Wildblumen erscheinen im Norden. Dana ist Anfang März spektakulär. Petra kann morgens kalt sein.
Dezember–Februar: Petra kann kalt sein (5–15°C) und erlebt gelegentlich Schnee — selten, aber es passiert, und die Treasury im Schnee ist spektakulär, wenn man es richtig timed. Das Tote Meer ist perfekt angenehm. Wadi-Rum-Nächte sind sehr kalt (können auf -5°C fallen). Aqaba ist herrlich (22°C Wassertemperatur).
Juni–August: Meiden, es sei denn, man ist auf bestimmte Erlebnisse fokussiert. Petra erreicht im August mittags 35–40°C. Wadi Rum übersteigt 45°C. Das Tote Meer ist technisch gesehen genießbar (die Wassertemperatur bleibt angenehm), aber die Luft darüber erreicht 45°C+. Aqaba ist die Ausnahme — die Meeresbrise mäßigt die Temperaturen etwas, und der Tauchereibetrieb läuft ganzjährig.
Ramadan: Termine verschieben sich jährlich (11 Tage früher pro Jahr). Während des Ramadans sind Restaurants außerhalb touristischer Gebiete tagsüber geschlossen, einige Attraktionen haben angepasste Öffnungszeiten, und die Abendatmosphäre in Städten ist festlich und interessant. Petra und Wadi Rum funktionieren normal — die Beduinenkultur rund um den Tourismus beobachtet den Ramadan nicht streng. Es ist kein Grund, Jordanien zu meiden, aber es verändert die Erfahrung.
Budgets
Jordanien ist nach Regionalmaßstäben nicht günstig. Es ist deutlich teurer als Ägypten oder Marokko, etwas teurer als die Türkei und günstiger als Israel oder die Golfstaaten.
Sparreisende (35–50 JOD / 50–70 USD pro Tag):
- Schlafsaal oder Budget-Gästehäuser (7–15 JOD pro Nacht)
- JETT-Bus für Fernstrecken
- Straßenessen und lokale Restaurants (2–4 JOD pro Mahlzeit: Falafel, Mansaf, Knafeh)
- Selbstgeführter Petra-Eintritt (mit Jordan Pass — der Pass lohnt sich fast immer)
Mittelklasse (90–145 JOD / 125–200 USD pro Tag):
- 3–4-Sterne-Hotels (40–80 JOD pro Nacht)
- Taxis und gelegentliche Privattransfers
- Restaurantmahlzeiten (8–15 JOD pro Person)
- Geführte Touren an Hauptsehenswürdigkeiten
Komfort / Luxus (200–350+ JOD / 280–500+ USD pro Tag):
- 5-Sterne-Hotels: Marriott Amman, Kempinski Aqaba, Six Senses Wadi Rum (250–700 USD pro Nacht), Mövenpick Petra (100–200 USD pro Nacht)
- Privatfahrer für die gesamte Reise (120–150 USD pro Tag all-inclusive)
- Premium-Gastronomie
Der Jordan Pass: Dies ist ein zentraler Budgetplanungsposten. Der Jordan Pass kostet 70–80 JOD und beinhaltet das Visum (spart 40 JOD) plus Eintritt zu über 40 Sehenswürdigkeiten einschließlich Petra (das allein kostet 50 JOD für ein Tagesticket). Für fast jede Touristen-Reiseroute spart der Pass Geld. Den Jordan-Pass-Leitfaden für die vollständige Aufschlüsselung beachten.
Die Reiseroute aufbauen
Der Jordan-Kernrundkurs
Fast jede Jordanien-Reiseroute umfasst diese fünf Elemente in irgendeiner Reihenfolge:
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Amman — die Hauptstadt, 1–2 Nächte. Sehenswert: Zitadelle, Römisches Theater, Alam al-Balad Altstadt, Rainbow Street. Tagesausflüge nach Madaba und Berg Nebo (1 Stunde südlich), Totes Meer (1 Stunde westlich), Jerash (50 Minuten nördlich).
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Petra — das Herzstück. Mindestens 2 Nächte. Sehenswert: Siq und Treasury (Morgen), das Kloster (Ad Deir, Nachmittag), die Hochopferstätte, Klein-Petra. Tag 1: das Haupttal. Tag 2: die Hinterland-Trails.
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Wadi Rum — die Wüste. Mindestens 1–2 Nächte, idealerweise in einem Beduinencamp für die Sternbeobachtung. Eine 4×4-Jeep-Tagestour deckt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ab; eine Übernachtung fügt einen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang in der Stille der Wüste hinzu.
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Aqaba — die Roten-Meer-Stadt. 1 Nacht für Durchreisende; 2 Nächte, wenn Tauchen oder Schnorcheln geplant ist. Das Riff beim Japanischen Garten in Aqaba ist eines der besten im Roten Meer.
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Totes Meer — das Schweben. Halbtag oder 1 Nacht in einem Resort. Am besten kombiniert mit Madaba und Berg Nebo auf dem Weg nach Süden oder als Amman-Tagesausflug.
Muster-7-Tage-Reiseroute
- Tag 1: Ankunft Amman, Einchecken, Alam al-Balad und Rainbow Street erkunden
- Tag 2: Madaba-Mosaiken + Berg Nebo + Totes-Meer-Schwebebad. Rückkehr Amman.
- Tag 3: JETT-Bus Amman → Petra (Wadi Musa). Nachmittag Ruhe und Wadi-Musa-Stadt erkunden.
- Tag 4: Voller Tag Petra — Siq, Treasury, Königsgräber, Kloster.
- Tag 5: Petra → Wadi Rum per Taxi. Nachmittags Jeeptour. Übernachtung im Camp.
- Tag 6: Sonnenaufgang in Wadi Rum. Weiter nach Aqaba per Taxi. Nachmittag am Strand oder Schnorcheln.
- Tag 7: Aqaba-Morgen (Tauchen, Schnorcheln oder Entspannen). Nachmittags JETT-Bus Aqaba → Amman für Abendflug oder Flug Aqaba → Amman (Royal Jordanian, 1 Stunde).
Jerash und den Norden ergänzen
Mit 9–10 Tagen kommt Jerash dazu (halber Tag ab Amman, die beste Römerstadt im Nahen Osten außerhalb Italiens) und Ajloun Castle (1 Stunde ab Jerash). Der Norden kann auch als Ganztagesausflug ab Amman gemacht werden: Jerash + Ajloun + Umm Qais (Gadara, spektakuläre Rift-Valley-Aussichten) an einem langen Tag per Mietwagen.
Die Königsstraßen-Alternative
Statt der direkten Wüstenautobahn von Petra nach Madaba/Amman folgt die Königsstraße der alten Gipfelstraße durch Karak (Kreuzritterfestung), den Wadi-Hasa-Aussichtspunkt und das Dana-Biosphärenreservat. Sie fügt 2–3 Stunden zur Fahrt hinzu, ist aber eine der landschaftlich schönsten Straßenreisen der Region. Praktisch als Selbstfahrer-Option.
Transportplanung
Die Wahl des Transportmittels prägt die Reiseroute mehr als fast alles andere.
JETT-Bus: Bedient zuverlässig Amman–Petra (3,5 Stunden, 11 JOD) und Amman–Aqaba (4,5 Stunden, 11 JOD). Bedient nicht Wadi Rum, Jerash oder das Tote Meer. Vollständige Informationen im JETT-Bus-Leitfaden.
Mietwagen: Am besten für Flexibilität, insbesondere für die Königsstraße und die Wüstenschlösser. Notwendig für die eigenständige Erkundung von Dana oder Wadi Faynan. Vollständige Informationen im Mietwagen-Jordanien-Leitfaden.
Privatfahrer: Die komfortabelste Option für Familien oder Paare. 120–150 USD pro Tag all-inclusive. Für 1 Tag oder die gesamte Reise arrangierbar.
From Amman: private driver and car service for 1–8 daysOrganisierte Touren: Wer mit einer Gruppe reisen und sich nicht mit der Logistik befassen möchte, findet gut geführte mehrtägige Jordanien-Touren, die oft kosteneffektiv sind. Gut für 3–5-Tages-Reiserouten.
Jordan: 3-day highlights tour to Petra, Wadi Rum & Dead Sea Whispers of Stone, Sand & Sea: Jordan in five daysWas vorab zu buchen ist
Vor der Reise buchen:
- Jordan Pass (jordanpass.jo) — Geld sparen und Warteschlangen für das Visum vermeiden
- Wadi-Rum-Camp (unbedingt während März–Mai und September–November — Camps sind Wochen im Voraus ausgebucht)
- Hotels in Petra (Wadi Musa) in der Hochsaison — die besten Budget- und Mittelklasseoptionen sind schnell weg
- JETT-Bus-Tickets (besonders für frühmorgendliche Abfahrten in der Hochsaison)
- Private Flughafentransfers für Gewissheit am Ankunftstag
In Amman / nach Ankunft buchen:
- Tagesausflüge ab Amman (Madaba, Totes Meer, Jerash) — leicht über das Hotel oder online arrangierbar
- Stadttouren und Gastronomietouren in Amman
- Schnorcheln und Tauchen in Aqaba — in den meisten Fällen noch am gleichen Tag verfügbar
Gastronomiepflichten
Jordanien sollte nicht verlassen werden, ohne Folgendes gegessen zu haben:
- Mansaf — Jordaniens Nationalgericht. Langsam geschmortes Lamm auf einem Bett aus gelbem Reis mit Jameed-Sauce (fermentierter getrockneter Joghurt). Wird gemeinschaftlich und — wenn man es richtig machen will — mit der rechten Hand gegessen.
- Knafeh — das Käsegebäck im Sirup, bekanntestes in Nablus, aber in ganz Jordanien ausgezeichnet. Am besten frisch und heiß vom Straßenstand.
- Falafel und Hummus — im Hashem Restaurant in der Innenstadt von Amman, seit 1952 geöffnet und eine der besten günstigen Mahlzeiten im Nahen Osten.
- Maklouba — „Auf-den-Kopf-gestellt”-Reisgericht mit Gemüse und Fleisch, am Tisch umgestürzt.
- Zarb — die Beduinen-Version von langsam gegartem Fleisch, im Wadi-Rum-Camp unter der Erde gegart. Beim Camp-Reservieren vorbestellen.
Alkohol ist in Jordanien erhältlich — Wein, Bier und Spirituosen werden in Spirituosengeschäften in Amman, Aqaba und Petra verkauft und in Hotelhotels und vielen Restaurants serviert.
Packliste — Wesentliches
Ganzjährig:
- Bequeme Wanderschuhe (Petra umfasst 10+ km Tageswanderung)
- Riffschützende Sonnencreme — Pflicht im Meeresschutzgebiet von Aqaba
- Wiederverwendbare Wasserflasche — Leitungswasser ist nicht trinkbar; Flaschenwasser ist überall erhältlich, aber der Abfall ist erheblich
- Tagesrucksack für Petra
- Bargeld in JOD — viele kleine Anbieter und Camps akzeptieren nur Bargeld
Saisonspezifisch:
- Sommer: leichte, atmungsaktive Stoffe, Hut, extra Sonnencreme. Schwarze Kleidung in Petra vermeiden.
- Winter: Schichten — Petra-Morgenstunden können fast gefrieren. Wadi-Rum-Nächte brauchen selbst im Oktober eine ordentliche Wärmeschicht.
- Dezente Kleidung: Jordanien ist ein muslimisch geprägtes Land. An religiösen Stätten und in konservativen Gebieten Schultern und Knie bedecken. In Petra, Wadi Rum und am Aqaba-Strand wird normale Touristenkleidung allgemein akzeptiert.
Häufige Planungsfehler
Nur ein Tag in Petra
Der häufigste Fehler. Das Kloster (Ad Deir) liegt 8 km und 900 Stufen vom Eingang entfernt — das allein ist ein halber Tag. Mit einem Tag sieht man die Treasury und die Königsgräber; mit zwei Tagen versteht man Petra.
Wadi Rum ohne Übernachtung
Ein reiner Tagesausflug nach Wadi Rum zeigt die Landschaft, aber das eigentliche Erlebnis — Sonnenuntergang, Sternenhimmel, Zarb-Abendessen, Sonnenaufgang — entsteht durch die Übernachtung.
Jordanien in 3–4 Tagen
In 3–4 Tagen sieht man Petra oder Wadi Rum — nicht beides, nicht Amman, nicht den King’s Highway. Entweder die Reisedauer verlängern oder die Erwartungen anpassen.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Guide für Petra?
Für den Eintritt in Petra ist kein Guide erforderlich — man kann eigenständig mit einer Karte erkunden. Ein lizenzierter Guide fügt erheblichen Kontext hinzu, insbesondere für die Hochopferstätte und die weniger besuchten Hinterland-Routen. Preise: 60–120 JOD für einen vollen Tag. Über das Hotel arrangieren oder am Besucherzentrum einstellen. Unlizenzierte Guides, die in der Nähe des Eingangs ansprechen, meiden.
Ist Jordanien für Erstbesucher sicher?
Ja. Jordanien wird durchgängig als eines der sichereren Reiseziele im Nahen Osten für Touristen eingestuft. Kriminalität gegen Touristen ist selten. Das Land hatte keine bedeutenden touristisch gezielten Sicherheitsvorfälle. Das US-Außenministerium stuft Jordanien als Level 2 ein (normale Vorsichtsmaßnahmen), mit Ausnahme von Gebieten nahe der syrischen Grenze.
Wie viel Arabisch brauche ich?
Keines. Englisch wird in Touristengebieten, Hotels und von Guides weitgehend gesprochen. Arabische Redewendungen (Shukran = Danke, Marhaba = Hallo) werden herzlich aufgenommen, sind aber nicht erforderlich. Menüübersetzungen stehen in den meisten Restaurants zur Verfügung. Straßenschilder sind zweisprachig.
Kann ich Alkohol in Jordanien trinken?
Ja. Jordanien ist ein gemäßigtes muslimisch geprägtes Land, und Alkohol ist legal erhältlich. Hotels, Restaurants und lizenzierte Geschäfte in Amman, Petra, Aqaba und am Toten Meer verkaufen alle Alkohol. Öffentliches Trinken ist nicht angemessen, aber ein Bier im Hotel oder Wein beim Abendessen ist völlig normal.
Welche Impfungen brauche ich?
Routineimpfungen (MMR, Tetanus, Hepatitis A und B) werden empfohlen. Für die Einreise sind keine Impfungen gesetzlich vorgeschrieben. 4–6 Wochen vor der Abreise die Reisemedizinklinik für aktuelle Empfehlungen aufsuchen.
Wird Trinkgeld in Jordanien erwartet?
Ja. Den vollständigen Trinkgeld-Jordanien-Leitfaden für alle Details beachten. Kurz gefasst: 10% in Restaurants (wenn kein Service inbegriffen), 1–2 JOD für Hotelpagen, 5–10 JOD pro Tag für private Guides und Fahrer.
Der häufigste Planungsfehler
Der mit Abstand häufigste Fehler bei der Jordanienplanung ist der Versuch, zu viel in zu wenig Zeit zu sehen. Jordanien wirkt auf der Karte klein – es ist ungefähr so groß wie Portugal –, aber das Straßennetz, das Gelände und die schiere Dichte lohnenswerter Stopps bedeuten, dass die Fahrzeiten zwischen den wichtigsten Stätten routinemäßig 2–4 Stunden pro Strecke betragen. Eine Reise, die versucht, Amman, Petra, Wadi Rum, Aqaba, das Tote Meer, Jerash und die Wüstenschlösser in 5 Tage zu pressen, verbringt am Ende mehr Zeit im Transit als an jedem einzelnen Ziel.
Die Lösung besteht nicht unbedingt darin, Tage hinzuzufügen, auch wenn das hilft – sie besteht darin, gezielt zu entscheiden, welche Stätten einen echten halben oder ganzen Tag bekommen und welche bei einem ersten Besuch ganz gestrichen werden. Die meisten erfahrenen Jordanien-Reisenden empfehlen, das Kerndreieck (Petra, Wadi Rum, ein Stopp am Roten Meer oder Toten Meer) auszuwählen und alles andere – Jerash, die Wüstenschlösser, Umm Qais, Ajloun – als Bonusinhalt für eine zweite Reise zu behandeln, statt als Pflichten für die erste. Genau deshalb lässt die obige Beispiel-7-Tage-Reiseroute Jerash und die Wüstenschlösser bewusst aus: Sie sind es wirklich wert, nur nicht auf Kosten eines gehetzten Petra- oder Wadi-Rum-Besuchs.
Visum- und Einreiseplanung
Die meisten Nationalitäten können ein Visum bei Ankunft erhalten, und der Jordan Pass ersetzt es vollständig, wenn Sie den Pass vor der Landung kaufen – siehe /guides/jordan-visa-requirements/ dafür, wer im Voraus etwas arrangieren muss und wer einfach ankommen kann. Sobald Sie gelandet sind, behandelt /guides/jordan-currency-money/ Geldautomaten, Kartenakzeptanz und wie viel Bargeld Sie mitnehmen sollten – relevant, weil mehrere der unten genannten Buchungen (Wadi-Rum-Camps, Guides, manche Hotels) nur Bargeld akzeptieren.
Wenn dies Ihr erster Besuch im Nahen Osten ist
Jordanien ist eine der einfachsten Einführungen in die Region. /guides/first-time-jordan/ behandelt die speziellen Erstbesucher-Fragen, auf die dieser Planungsguide nicht eingeht – Kulturschock, was am Flughafen zu erwarten ist, und wie viel Englisch Sie im Alltag tatsächlich brauchen. Solo- und Familienreisende haben eigene Überlegungen: siehe /guides/solo-female-travel-jordan/ und /guides/family-travel-jordan/ für Hinweise speziell zu diesen Reisen.
Wadi Rum und Aqaba genauer betrachtet
Die obige Kernroute komprimiert Wadi Rum und Aqaba auf ein oder zwei Zeilen – beide verdienen mehr Planung als das. Siehe den Wadi-Rum-Reiseführer und Wadi Rum Übernachtungscamps für die Wahl zwischen Budget-, Mittelklasse- und Luxus-Wüstencamps, sowie den Aqaba-Tauchguide, wenn Schnorcheln oder Tauchen Priorität statt Nachgedanke ist. Am King’s Highway sind Madabas Mosaikkarte und der Berg Nebo die beiden Stopps, um die man wirklich Zeit herum bauen sollte, statt sie zu durchhetzen.